Hebebühne für Elektroautos – Was sollte man beachten?

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Über 100 Jahre bestimmte der Verbrennungsmotor den technischen Stand der Dinge im Straßenverkehr, aber auch in der Werkstatt. Eine Vielzahl von Verschleiß- und Verbrauchsteilen galt es in regelmäßigen Intervallen oder bei Defekten zu wechseln oder zu erneuern. Motoröl, Getriebeöl, Ölfilter, Zahnriemen, Zündkerzen, Kühlflüssigkeit, Lichtmaschine, Kühler und noch vieles mehr. Ein Motor mit Verbrennungsantrieb setzt sich im Durchschnitt aus 1400 Teilen zusammen. Da sind periphere Verschleißteile wie Reifen oder Bremsscheiben und Bremsbeläge noch nicht einmal mit einberechnet. Kaum ein Wunder, das ein Benziner oder Diesel einige Zeit seines Lebens auf der Hebebühne verbringt, weil viele der verbauten Teile am leichtesten von unten zu erreichen sind.

Mit dem Elektroauto tritt nun ein völlig anderes Antriebskonzept auf die Weltbühne und angesichts des fortschreitenden Klimawandels ein Konzept, das sich durchsetzen und den Verbrenner langsam, aber sicher verdrängen wird. Ein Elektroantrieb besitzt jedoch nur rund 210 Teile, also nur 15 % dessen, was ein Verbrenner aufweist. Zugleich ist es im Fahrzeug eine gänzlich andere Anordnung der Teile, die es notwendig machen, eine spezielle Hebebühne für Elektroautos zu nutzen. Davon abgesehen ist auch die Hebebühne für Elektroautos trotz der geringeren Anzahl an Teilen notwendig, denn auch beim E-Auto sind manche Dinge am besten von unten zu bewerkstelligen.

Hebebühne für Elektroautos, das richtige anheben

Statt Ölwanne, Kardanstrang und Auspuff findet sich bei den meisten E-Autos am Unterboden der Akku. Der ist nicht nur sehr groß und nimmt einen beträchtlichen Teil der Fläche am Unterboden ein, er ist meist auch dass teuerste Bestandteil des gesamten E-Fahrzeuges. Werden dementsprechend die Hebearme der Hebebühne falsch platziert, kann der Akku erheblichen Schaden nehmen. So eine Unbedachtheit kann sogar den Totalschaden des E-Autos bedeuten.

Um die Schwenkarme der Hebebühne für Elektroautos richtig anzusetzen, kann ein Blick in das Reparaturheft helfen, wenn es denn eines gibt. Das ist keineswegs immer der Fall, denn die Hersteller der E-Autos sehen es am liebsten, wenn Reparaturen oder Wartungsarbeiten in ihren Vertragswerkstätten durchgeführt werden, wo speziell auf E-Autos geschultes Personal an die Sache rangeht. Diese vermeintlich Kostentreibende Vorgehensweise stützt sich auf zwei Faktoren. Zum einen wird das E-Fahrzeug den Werkstattbedarf nicht nur in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten erheblich reduzieren. E-Fahrzeuge sind wesentlich wartungsärmer und auch wesentlich weniger Reparaturanfällig. Die Anzahl an Werkstätten wird sich folglich deutlich reduzieren. Indem die Hersteller auf Werkstätten mit E-Auto-Schulung verweisen, wenn es denn mal was zu tun gibt, erhalten sie sich so ein Servicenetz.  Zum anderen ist ein E-Auto trotz der wenigen Bestandteile wesentlich empfindlicher bei falscher Handhabung als ein Verbrenner. Nicht nur das, ein E-Auto ist mit einer Hochvolt-Anlage ausgestattet, von der der Heimwerker wirklich die Finger lassen sollte. Je nach Modell können dies 300 bis 1000 Volt mit 60 bis 125 Ampere sein. Nur zum Vergleich, beim Haushaltstrom sind es 230 Volt und 16 Ampere. Das falsche Teil bei einer Hochvoltanlage anzufassen, kann durchaus die letzte Handlung gewesen sein, aber keine Sorge, an die Bestandteile der Hochvoltanlage ist nicht so einfach heranzukommen und sie sind mit entsprechenden Warnzeichen versehen. Selbst Kfz-Meister oder Mechatroniker-Meister dürfen an die Hochvoltanlagen von E-Fahrzeugen nur nach vorhergehender Schulung.

Es ist also Vorsicht geboten bei der Nutzung der Hebebühne für Elektroautos. Auf keinen Fall die Teller der Schwenkarme unter der Akku-Verkleidung ansetzen. In der Regel sind am Rahmen, der den Akku einfasst, entsprechende Punkte zu finden, an denen sich die Teller platzieren lassen.

Hebebühne für Elektroautos, am besten an den Rädern anheben

Wenn nicht gerade an den Reifen etwas zu tun ist, dann ist zum Beispiel unsere 4 Säulen Hebebühne Memphis am besten geeignet, das E-Fahrzeug anzuheben. Eine Hebebühne für Elektroautos besitzt in der Regel bereits entsprechende Vorsätze für die Schwenkarme, die an den Reifen platziert werden. Aber auch dabei gibt es zuvor etwas zu beachten.

E-Fahrzeuge besitzen eine recht große Anzahl an Sensoren, mit deren Hilfe die Motorsteuerung und andere elektromechanische Teile überwacht und gesteuert werden. Das Anheben kann so einen Alarm auslösen, weil die elektronische Steuerung zum Beispiel einen Unfall oder einen Diebstahl annimmt und erst einmal die wichtigsten Funktionen des Fahrzeuges dauerhaft blockiert. Das wäre nicht so schlimm, wenn sich dieser Alarm mithilfe des Autoschlüssels oder der Keycard wieder abstellen und die Blockade der Funktionen aufgehoben würde. Leider ist es nicht so einfach. Meist wird eine spezielle Software und ein Wartungscomputer benötigt, um die Einstellungen am Fahrzeugmanagement zurückzusetzen.

Bevor also die Hebebühne für Elektroautos eingeschaltet und das E-Fahrzeug angehoben wird, muss zuvor eine bestimmte Einstellung an der Fahr-Elektronik gewählt werden. Bei Tesla etwa nennt sich diese Einstellung Abschleppmodus, bei anderen E-Modellen sind es ähnliche Bezeichnungen. Damit werden beim Abschleppen die Sensoren abgeschaltet, es ist aber genauso gut anwendbar bei der Hebebühne für Elektroautos. Dieser Modus sorgt zudem dafür, dass sich alle vier Räder frei drehen, was sonst nicht der Fall ist.   

Sollte nicht gerade der Plaz für die 4 Säulen Hebebühne vorhanden sein, eignen sich bei den meisten Modellen auch normale 2 Säulen Bühnen, jedoch ist dabei besondere Vorsicht gefragt. Auch eine Unterflur Scherenhebebühne kann eine geeignete Bühne darstellen und eignet sich vor allem für professionelle Werkstätten.

Die Hebebühne für Elektroautos kann auch dem Heimwerker hilfreich sein

Der normale „Schrauber“ kann durchaus auch am E-Fahrzeug zum Beispiel die Reifen wechseln oder eine Scheinwerferlampe austauschen. Vielleicht auch das defekte Lämpchen der Innenbeleuchtung oder des Kofferraumes. Wirklich Tabu sollten der Akku, das Fahrzeugmanagement und der Elektroantrieb mit seiner Peripherie unter der Motorhaube sein. Für alles andere ist die Hebebühne für Elektroautos das richtige Gerät.

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